Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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674
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674 Anhang einiger hiftorisch-critischen

für abgöttisch, weil keiner Kreatur die Ehre der An-betung zukömmt. Wenn die Heiligen selbst nicht an-gebetet werden dürfen, wie viel weniger darfihren Bild-nissen diese Ehre wiederfahren? Endlich führten siezur Bestätigung ihrer Aussprüche die ersten vier Jahr-hunderte an, wo man noch in keinen Tempeln dieBildnisse der Heiligen weder aufgerichtet, noch vielwe-nigcr abergläubisch verehrt hatte. Alle diese Gründesind so viele Zeugnisse von der Mühe, die sie sich ge-geben haben, die Wahrheit zu finden, und von ihre?Einsicht.

xa. iv. p. Die Bischöfe der nicänischen Versammlung ver-!5? hq.' theidigten den Bilderdienst mit Gründen, die nicht ein-«».^' den Schein der Stärke hatten. Es waren ent,weder Verdrehungen oder Verfälschungen der Schrift,und sehr oft waren sie lächerlich. Man liest in ihrerWiderlegung der constantinopolitanischen Versamm-lung nichts als die Schande des menschlichen Ver-standes. Einer von den Bischöfen, die es sich ausFurcht, ihre Würde zu verlieren, reuen ließen, daßsie den Bilderdienst verdammt hatten, führte zu derMm. 15,4. Vertheidigung desselben die Worte Pauli an: Wasaber zuvorgeschrieben ist, das ist unö zur Lehre geschrie-ben, auf daß wir durch Gedult und Trost der SchriftHoffnung haben. Die Bilder, sagte er, sind unsgleichsam zum Troste geschrieben; darum müssen wirsie anbeten. Doch dieser Bischof war ein Neubekchr-ter; vielleicht hatte er die Lehre und Beweise der Bil-derdiener noch nicht vollkommen gefaßt. Allein dasHaupt der Versammlung verstund die Schrift nichtbesser. TarasiuS führte wider die Bischöfe, welchezu Constantinor-el den Bilderdienst verdammt hatten,