Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
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675
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Abhandlungen. 675

die Stelle des Jeremias an: Mich, die lebendige I».-, ij.Qvelle verlassen sie/ und machen sich hie und da ausge-hauene Brunnen, die löchericht sind, und kein Wassergeben*. Er hätte erwägen sollen, daß Theodoretuölcmae vor ihm eben diese Stelle auf diejenigen gezo-gen hatte, welche Bilder ehrten, und ihr Vertrauenauf sie setzten **. Mm, vertheidigte den Bilderdienstdamit, daß in dem hohen Liede gesagt wird: Zeigemirdeine Gestalt, laß mich hören deine Stimme; denndeine Stimme ist süße/ und deine Gestalt ist lieblich, Hobel.-,i4.ohne zu erwägen, daß der Bräutigam diese Worte zuseiner Braut saget. Man bewies auch daraus, daßim alcen Testamente über der Lade des Bundes Che-rubim abgebildet gewesen wären, daß man die Bild-nisse der Märtyrer und Heiligen göttlich verehren müß-te. Man bewies, daß die Christen, welche dieBilder anbeteten, keine Abgötter wären, damit, daßGott durch den Propheten Zacharias weißagen lassen,daß er in den Zeiten des neuen Testamentes aller Gö-tzen Namen ausrotten wollte. Doch man hielt sich Jach. iz«».nicht allzulange bey der heiligen Schrift auf; sie warallzusehr wider die Bischöse. Sie beriefen sich alsoauf eine allgemeine Tradition der Kirche in allen Jahr»Hunderten. Allein wo blieben die vier Jahrhunderte,wo dicChristen noch keine Bilder in den Tempeln hatten,und die drey Jahrhunderte, wo sie keine Tempel bau-en durften ? Sie überzeugen sie, und endlich gründetensich fast alle ihre historische Beweise auf Wunder, wel-che die Bilder gethan haben sollten, und die man soschlecht bewies, daß man sie für erdichtet halten muß.,

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