Abhandlungen. 677
Basilius in der Versammlung Sitz nehmen ließ, somußte er schwören, daß man den Grundsatz, nichtsanzunehmen, als was in der heiligen Schrift deutlichgelehrt werde, als eine Lehre des Arms, Ncstorius,Eutycheö, und Dioscorus verdammen müßte.
Die nkänische Kirchenversammlung hat noch ei-tlen großen Fehler; sie widerspricht sich selbst sehr oft. Osteignet sie die Ehre der Anbetung und das VertrauenGott allein zu, und gleichwohl thun die Bischöfe denendlichen AuSspruch, daß man die Bilder annehmenund anbeten müsse, weil sie im Namen Christi/ derJungfrau Maria, der Engel und der Heiligen ge.macht worden waren. Man spricht wider diejenigendas Anathema aus, welche glaubten, daß man dieBildnisse nur allein zum Andenken der Heiligen beybe-halten nuißtc*. Wenn das nicht den Aberglaubenrechtfertigen und bestätigen heißt, wenn man demUnerschaffnen Geschöpfe an die Seite setzt, so weis ichnicht, was Aberglaube seyn soll.
Maimburg sucht die constantinopolitanische Kir-chenversammlung auch eines Widerspruches zu beschul-digen. Er merkt an, daß die Bischöfe aufdas Kreuzgeschworen haben, und zieht die Folge daraus, daßsie das Kreuz angebetet hätten. Der Sammler derActen des Stephanus des Jüngern merkt an, daß sieauch auf das Evangelium hätten schwören müssen.Man betet aber das Evangelium nicht an, wenn mangleich darauf schwört**. Man muß erstaunen, wennman sieht, wie viele Künste die Menschen wissen, un-gerecht zu werden»
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