Abhandlungen. 679
schrecklichen Strafen verdient, und wollte Gott , daßeinmal die ganze Erde von diesen schrecklichen Gerich-ten seiner Gerechtigkeit befreyt werden möchte! Unzäh-lige Menschen halten noch ißt die Ehre, die Steinen,Gemälden, und Bildern gegeben wird, für Religion.Doch wenn wir seine Gerechtigkeit mit Zittern anbe-ten, so müssen wir auch seine unendliche Güte mitDank erheben,daß er die Wahrheit mitten unterJrrthü-mern erhalten hat, und sein Licht in den dicksten Finster-nissen, obgleich mit einem schwachen Schimmer, leuch-ten lassen, bis sie endlich mit vollem Glänze wie-der hervorgebrochen ist.
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Von
dem Ansehen der Kirche in Sachen
der Religion.
ie Wahrheiten der Religion haben so viel Maje.stät, so viel Licht, und so viel Stärke in sichselbst, daß sie einen ieden unpartheyischen Menschen,welcher mit einer ausrichtigen Liebe zu seiner Wohlfahrtüber sie kömmt, nothwendig erleuchten und überzeugenmüssen. Die Schriften, in welchen sich Gott denMenschen offenbaret hat, brauchen keinen andern Be-weis, als ohne Vorurtheile gelesen und untersucht zuwerden. Sie sind so göttlich, daß sie keiner mensch-lichen Zeugnisse bedürfen. Sehr viele von den Mit-gliedern der römischen Kirche machen sich von den ge-offenbarten Wahrheiten, und den heiligen Büchern,worinncn sie enthalten sind, keine so erhabnen Vorstel-lungen. Sie behaupten, daß das Ansehen der Kir-che der gewisseste und untrüglichste Beweis von den
Uu 4 Wahr-