Teil eines Werkes 
[Theil 1] (1748) Discours sur l'histoire universelle <dt.>
Entstehung
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682
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682 Anhang einiger historisch britischen

ren der Offenbarung streitet oder nicht, ob sie den un-leugbaren Wahrheiten der Vernunft gemäß ist, oderwiderspricht, ob sie den göttlichen Vollkommenheiten an-ständig oder unanständig ist; kurz., er wird ihm verweh-ren, mit eignen Augen zu sehen. Allein der noch unge-wisse Christ wird ihm antworten, daß ihn Gott nurselig machen kann, und nicht die Menschen; er wirdzu ihm sagen, daß er sich das Recht nicht nehmen las-2oh.5,z->. sen will, das ihm Christus selbst gegeben hat: Su-chet in der Schrift, denn sie tfts, die von mirzeuiet. Wenn ich die Wahrheit, wird er sagen,nich.' in der Offenbarung finden könnte, was hölfe mirdas Recht, darinnen zu suchen? Wird wohl eine Leh.re dadurch Wahrheit, daß man es sagt, und daß man esin vielen Jahrhunderten nach einander gesagt hat, daßes Wahrheit ist? Die Wahrheit muß ihre eigen-thümlichen Charaktere haben, die ich kennen muß, eheich sie dafür halten kann. Was wird der römischeGottesgelehrte darauf antworten können ? Vielleichtwird er sagen, daß man sich dem Ansehen des HeiligenGeistes unterwerfen müsse, welcher durch die Kirche re-de *. Der Christ wird so ehrerbietig gegen Gott seyn,unddas erste glauben; allein er kann der Freyheit seinesVerstandes gebrauchen, und das letzte leugnen, wennes nicht bewiesen wird. Er wird ihn fragen: RedetdarumderHeilige Geist aus einer Gesellschaft, weilsiesagt, daß er aus ihr redet? Wird einem solchen lehr-begierigen Christen nicht zum wenigsten allezeit dieUntersuchung frey bleiben, ob auch der Heilige Geist ausder Kirche redet? Eine solche Untersuchung wird sichaber allezeit über die Wahrheiten selbst erstrecken müs-sen,

* S. Bossvets LxxoKnon äe !a «loÄrüie äe l'LgUle<5stnoliyue p.