Abhandlungen. 689
Apostel, und die göttlichen Aussprüche der Pro-pheten, lehren uns deutlich, waöwirvonGorcglaub, n sollen; laßt uns also alle Zwietrachtvergessen, und von den Gchrifren, die vonGorc eingegeben worden find, die Auflösungder gegenwärtigen Fragen annehmen*.
Hilarius sagt in seinem Werke von der Dreyeinig-keit ausdrücklich, daß derjenige die heilige Schriftrecht lese, welcher den Verstand ihrer Worte nicht zuihr bringt, sondern von ihr selbst erhalt, ihn von ih-ren Aussprüchen mehr erwartet, als ihr aufdringt,und)die Menschen nicht nöthigt, das in ihren Worten zufinden, wovon man sie vorher überredet hat**.
Einer von den Lobsprüchen, welchen Basilius, derGroße, dem AmphilochiuS giebt,ist dieser, daß er in sei-nen Unterredungen von göttlichen Wahrheiten nicht sei-ne noch anderer Meynungen anführe, sondern sorgfältiguntersuche, was in diesem oder jenem Ausdrucke, und fastin einer ieden Sylbe für ein Verstand verborgen liege.An einem andern Orte sagt er: Es ist ein offenbaresVergehen, und ein unleugbarer Stolz, etwas zu leug-nen, was die Schrift lehrt, oder etwas hinzuzusetzen,was nicht darinnen geschrieben ist Dieser Aus-spruch ist dem übertriebnen Ansehen der Kirche ganzentgegen. Kann man wissen, daß die Kirche eine ge-treue Verwahrerinn der geoffenbarten Wahrheiten ist/wenn man ihre Aussprüche nicht nach den heiligenSchriften untersuchen darf?
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