Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
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der Welt. Erster Abschnitt. 19

gaben ihrer Regierung dadurch einen Glanz, daß sie Jahr nachder Ausbreitung der Religion unter ihren Untertha- ^r- Geb.cn nicht allein keine Hindernisse entgegen sehten, son-dern sie selbst befördern halfen, und von dem KaiserBischöfe und Priester verlangten, die ihr Volk zurEmpfindung des Lächerlichen in ihren Götzendienstebringen sollten.

Engeland war zeither in verschiedene kleine Rei- ^6che zertheilt gewesen. Eybert, dieser so große, als 60, M,/.glückliche, Fürst, hatte das Vergnügen, sie in diesem me^m'./z.Jahre alle unter seinem Zepter vereinigt zu sehen. ^Er genoß hierauf das Glück, von seinen Unterthanengeliebet und angebetet zu werden, noch ganzer neunJahre.

Spanien seufzte größten Theils unter dem Joche,oder den grausamen Beleidigungen der Mauren»Unterdessen setzten sich ihnen die christlichen Beherr-scher in Oviedo , Suprarbien und Arragonien, mu-thig entgegen. Besonders war Ramirus, des ta-pfern Veremunds Sohn, in Oviedo so glücklich, daß Z25er einen ansehnlichen Sieg über sie erhielt, und denschandlichen Tribut der Jungfrauen aufhob, den dieseUngläubigen foderten« Doch desto machtiger wur-den diese Feinde des christlichen Namens in den Pro-vinzen, welche dem Kaiser gehorchten. Denn seinStatthalter, Aizo, empörte sich, und rief die Sara-cenen zur Hülfe. Ludwig, welcher, über die verhoffteBekehrung der nordischen Völker, fast alle Uebel sei-nes Reiches vergessen hatte, wurde dadurch in seinerfrommen Freude gestört. Er sandte zwar ein Heer 827wider den Aufrührer; allein die Uneinigkeiten der L28Feldherren, welche mehr darauf umgiengen, wie sieeiner den andern bey dem Kaiser verleumden und

B s stürzen,