der Welt. Erster Abschnitt, z?
Lothars Tod hatte neue Unruhen erweckt- Carl, Jahr nachder Kahle, und Ludwig, der zweyte, sein Bruder, vcr- Geb.langten Austrasien ganz zu erben, und Ludwig von ^A-^^Deutschland foderte die Hälfte. Allein er trat dem ^Kaiser, in der Hoffnung sein Nachfolger zu werden, ^„..seinen Antheil ab. Er und Carl in Frankreich hat- <7„/v, „.ten auch keine Ursachen, auswärtige Feinde zu suchen; ^»c/-.denn sie hatten sie in ihren Familien. Ihre Söhneempörten sich balv; bald versöhnten sie sich mit ih-nen , und die Väter waren immer gezwungen, dieNeue und Unterwerfung ihrer Prinzen mit einigenLändern zu erkaufen. Dieser Friede war gemeinig-lich von keiner langen Dauer. Carlmann trieb sei-nen Ungehorsam gegen Carln, den Kahlen, so weit,daß ihn sein Vater endlich gefangen nehmen, undnachdem er von den Bischöfen verurthcilt worden 874war, seines Gesichtes berauben lies.
Dieser ehrgeizige und allezeit unruhige Könighatte an den Normannen unversöhnliche Feinde.Weil er mehr darauf umgieng, fremde Lander zuerobern, als die seinigcn zu beschützen, so mußte ersich alle Gesetze vorschreiben lassen, welche ihm diesehochmüthigen Völker nur vorschreiben wollten»Keine abendländische Küste war vor ihren Einfällensicher. Ethelbald, Ethelberd, Ethclred, und Alfred,Edelwulphs Söhne, welche nach einander in Bri-tannien herrschten, waren in beständige Kriege mitihm verwickelt, die mit einem abwechselnden Glückegeführt wurden. Das Schrecken, worein die Nor-mannen Frankreich, Engelland, und Deutschland inSchrecken setzten, breiteten die Saracenen über Ita-lien aus. Ludwig, welchen der Pabst zum Königein Austrasien gekrönt hatte, genoß ein so unruhiges
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