?8 Einleitung in die allgem. Geschichte
Ichr nach Glück nicht lange. Kaum war der Aufruhr des
Chr. (Äcb. Hxx-^gs von Benevent durch die Vermittlung desrömischen Bischofs gestillt, und seine Furcht vor denGriechen, welche Adelgisus zu Hülfe gerufen hatte,verschwunden, als er starb; ein Herr, der vielleichtmehr Ansehen gehabt hätte, wenn er den Ergehlich-keiten nicht allzusehr ergeben, und von seiner Gemah-
875. 876 linu,Ingelberg, weniger eingenommen gewesen wäre«Nunmehr gieng AM, der Kühlt/ welcher zeirherseine Absichten auf Italien geheim gehalten hatte, so-gleich dahin, bemächtigte sich der hinterlaßncnSchatze Ludwigs, des zweyten, und ließ sich zum Kai-ser krönen. Vielleicht hatte ihm sein älterer Bru-der, Ludwig von Deutschland, diese Krone streitig ge-macht: denn er hatte seine Söhne, Carln und Car-lomannen, in dieser Absicht schon nach Italien ge-schickt; allein sein Tod unterbrach diese Unterneh-876 mungen, und Carl sah sich von einem mächtigen
^»u. Feinde befrept. Er wollte seine Rache gegen seinen/>/. Bruder, desselben hinterlaßnen Söhne empfinden
^' ^' lassen, und ihnen durch Gewalt und List, wo nicht alleihre Länder, zum wenigsten doch den Antheil vom Lo-tharingischen Reiche, entreißen, welchen er ehedeman ihren Vacer abzutreten gezwungen worden war.Seine Rcgicrsucht war gegeil die Stimme der Bil-ligkeit und der Natur taub, weil er auf seine Macht
^-v-'p'/vM. troßtc. Doch sein Uebermuth wurde bey Andernach«t77- durch eine schimpfliche Niederlage eines gewaltigenHeeres so sehr gedemüthigt, daß er die Theilung derdrey Brüder nicht weiter hindern konnte. Er warnicht einmal im Stande, den Normannen zu wider-stehen, und der, welcher sich wohl eher in seinem Ue-bermuthe einen König der Könige nannte, und alle
Lander