42 Einleitung in die allgem. Geschichte
Jahr nach ^ ihrem Oberhaupte. Carl, der vor kurzem nochChr. Geb. ^ ^ ^nge zertheilte Gewalt des Occidcntes unterseinem Scepter vereinigt gesehen hatte, sah sich nunin der Gefahr, ohne Liudwerts, des Bischofes vonTribur, Hülfe, vor Dürftigkeit und Mangel umzu-kommen; ein schreckliches Beyspiel von der Hinfäl-ligkcit der irdischen Größe. Er besaß freylichnicht die großen Eigenschaften, die er, als der Be-herrscher einer so weitläuftigen Monarchie, brauchte;aber doch so viel Gutes, daß er ein beßres Schick-888 sal verdiente. Zu seinem Glücke überlebte er seinenFall nicht lange.
886 Basilius, der Beherrscher des Orients, starb ei-/o/'. c?^»/,. nigx Iah^ vor ihm. Er hatte seinem NachfolgerO^. Zn. ^ Sohne, dem Leo, dessen Unschuld noch vor sei-nem Tvde bekannt wurde, die lehrreichsten Vor-schriften gegeben, wie er seine Völker regieren sollte.Die Zeit hat sie aufbehalten. Leo übertraf die Hoff-nungen seines Vaters. Seine Gelehrsamkeit, Weis-heit und Liebe zu den Wissenschaften erwarben ihmden Namen eines Philosophen. Auch arbeitete erselbst an der Verbesserung der Gesetze. PhotiuS hattedas Unglück, ihm zu misfallen, und wurde abgesetzt,weil er seinen Bruder, Stephanus, gern zum Pa-triarchen machen wollte. Das Glück war seinenWaffen wider den Herzog Wido in Italien nicht88? günstig. Der Fürst der Bulgaren , Simeon, be-kriegte ihn auch, und blos der Beystand der Un-garn , die er zur Hülfe rief, setzte ihn in den Stand,seinem Feinde einen Frieden abzupressen, den der-888. 889 selbeHSch dem Auszuge der Ungarn so gleich wider89c» brach.
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