44 Einleitung in die allgem. Geschichte
Aahr nach verrichten, und doch gewiß seyn, daß man ihm nachChr. Geb. ^-inem Tode Wunder genug zuschreiben würde. Thater sie nicht bey seinem Leben, so that sie gewiß seinLeichnam nach seinem Tode.
Unterdeß hatte sich Berengar an den König vonDeutschland gewendt. Arnolf war bereit, ihm wi-der den Kaiser des Pabsteö zu beschützen, nachdemsich derselbe erklärt hatte, daß er, als König derLombardei ), sein Vasall seyn wollte. Die Hülfe warvon keinem Nachdrucke, weil Arnolf seine Machtwider die Mahren und wider die Normannen thei-891 len mußte. Endlich gieng er doch nach Italien , alsN,///. er von dem römischen Bischöfe selbst dazu eingeladen^e^.c-,»- Denn Wido hatte in den Augen desselben
dadurch, daß er die kaiserlichen Rechte über Rom lind seine Bischöfe gültig machen wollte, einen Feh-ler begangen, der ihn seiner Würde verlustig mach-te, ungeachtet er seine Creatur war, und ihm dieKrönung Lamberts, seines Sohnes, zu danken hatte.806 Arnolf eroberte durch einen kleinen glücklichen Zufall^tt/^././. Rom, und wurde darauf zum Kaiser gekrönt. Alleinck/'^'ttm er konnte sich nicht in Italien erhalten; denn Be-^' " ' rengar, dessen er sich durch eine Art der Verräthe-rey entledigen wollte, und Lambert, vereinigten sichmit einander, theilten Italien unter sich, und Arnolfmußte nach Deutschland zurückgehen, wo die Mah-ren und Böhmen einander bekriegten.894 Die Normannen konnten Frankreich mit einerdesto größern Kühnheit verheeren, weil solches Odo,Roberts des Starken Sohn, welcher unter Carln,dem Kahlen, sich und seine Familie durch seinen Muthwider die Normannen groß gemacht hatten, undCarl, der Einfältige, selbst thaten , denn sie stritten
beyde