54 Einleitung in die allgem. Geschichte
Jahr nach liquien und Geschenke, erhalten haben müsse. DennChr. E)-b. hg hj^. König immer die Großen seines Reiches9^ wider sich hatte: so erfoderte es sein Nuhen, mit ei-nem so mächtigen Feinde, als Heinrich seyn konnte,den Frieden auch mit der Abtretung einiger Vor-theile zu unterhalten. Die Folge war ein Beweistom-. davon. Carl hatte einen gewissen Hagano zu sei-F>"-F. nem Vertrauten erwählt. Dieser Liebling war voneiner niedrigen Herkunft; allein seine Klugheit, mitwelcher er die Angelegenheiten seines Herrn wahr-nahm, erwarb ihm bey demselben das größte Ver-trauen. Der König ließ dasselbe nur allzusehr sehen.Wenn andre Großen einen Zutritt zu ihm suchten:so wurden sie allezeit mit der Antwort zurückgewiesen,daß Hagano bey ihm wäre, eine Antwort, die baldzum Sprüchworte wurde. Sie war sogar Heinri-chen, dem Vogler, einmal gegeben worden, und hatteihn zu sagen veranlaßt, daß entweder Hagano baldKönig, oder der König bald ein Edelmann, wie Ha-gano, seyn würde. Nichts entfernt die Herzen derUnterthanen mehr von einem Könige, als das allzu-große Ansehen eines Lieblings bey ihm. Carl erfuhres; denn sein allzugroßes Vertrauen auf seinen Ha-gano machte die Großen des Reiches eifersüchtig, undsie nahmen daher Anlaß, sich wider ihn zu empören.Robert, Odons Bruder, welcher vordem Carln dieHerrschaft streitig gemacht hatte, wurde von den Mis-vcrgnügten zum Könige erklärt. Der König wurdezwar durch des Erzbischofs von Rheims Beystand,der ihm alleine getreu geblieben war, noch auf demThrone erhalten; doch die bürgerlichen Unruhen fin-gen sich bald wieder vom neuen an, als er sich immernoch von seinem Lieblinge beherrschen ließ, und ihm- . eine