Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
Seite
58
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5Z Einleitung in die allgem. Geschichte

Jahr nach abzukaufen. Diese Barbaren foderten ihn wirklich,Chr. Geb. dc: er ihnen verweigert wurde, ergossen sie sich,gleich einem wütenden Strome, in unzählbaren Hee-ren über Deutschland . Sie fanden aber nicht, wievormalö, feige und verzagte Völker vor sich, sondernLöwen, die von einem kurzen Schlafe wieder aufge-9Z2 wacht waren. Sie litten in Elsas, in Thüringen ,/N'tteü./.?. und in Sachsen bey Merseburg,solche Niederlagen,daß5?"--. die öffentliche Ruhe und Sicherheit bald wieder her-gestellet war. Heinrich, welcher den zukünftigen Ein-fällen dieser Räuber gern vorbeugen wollte, bemerkte,daß ihnen Deutschland überall offen stünde. ErQ,//>,'». ?'» ließ also Festungen an den Grenzen aufbauen, führte^c-. Ritterspiele ein, und begnadigte den Soldaten--^//n>»/? mit großen Vorzügen und Freyheiten, undT'. /' munterte seine Heere dadurch auf, ihr Vaterland, wor-Fo/? innen sie so viele Vortheile genossen, mit einem desto"»5. großem Eifer zu vertheidigen.

Indessen war in Frankreich Carl, der Einfäl-tige, in seinem Gefängnisse gestorben. Sein Verrä-ther hatte ihm zwar einmal Hoffnung gemacht, daßer ihm die Freyheit und den Thron wiedergeben wollte.Allein es war ein bloßes Vorgeben, durch welcheser von Rudolfen einige Vortheile erzwingen wollte,die er sonst nicht erhalten haben würde. Rudolfs Re-gierung wurde nunmehr ruhiger; er erhielt auch überdie Normannen einen ansehnlichen Sieg: allein seinAnsehen war doch nicht groß genug, die blutigenKriege zu verhindern, welche die Großen des Rei-ches , besonders aber der Graf Hugo und der GrafHebert gegen einander führten. Nicht lange daraufstarb er.

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