,88 Geschichte der christlichen Religion«
Sie hielten also seine Ennoia zurück; sie stießen siein weibliche Körper, und sie war geuvungen, im-mer aus einem in den andern zu wandern. Sie wardie schöne Helena, welche den trojanischen Kriegverursacht hatte. Stestchorus, der Dichter, Härtesein Gesicht verloren, weil sie von ihm verleumdetworden w.ir. Doch er hätte, da er zu ihrem Lobeeinen Wicderruf gethan hatte, den Gebrauch seinesGesichtes wieder erlangt. Endlich nach vielen mühseli-gen Wanderungen hätte sie das Unglück gehabt, gleich»sam die Seele seiner Helena oder Selene zu werden,die in einem berüchtigten Hause zu Tyrus eines jedenWollust feil gebothen worden war. Sie war das Ver-lorne Schaf. Er war gekommen, erst sie, unddann die Menschen, denen er sich offenbarte, zuerlösen. Denn, saget er, da ich sah, daß die Engeldie Welt sehr schlecht regiereten, weil ein jeder dererste seyn wollte: so kam ich, ihrer Herrschaft einEnde zu machen. Ich bin unter der Gestalt dergeistlichen Kräfte und der Engel herabgekommen.Ich bin selbst als ein Mensch erschienen, ohne einMensch zu seyn; es hat das Ansehen gehabt, als obich in Judäa gelitten hätte, ohne wirklich zu leiden.Die Propheten sind von den Weltschöpfern begei-stert worden. Diejenigen, die an mich und meineSelene glauben, dürfen nicht auf ihre Auösprücheachten, ob sie gleich den Aeonen, damit sie ihremNeide desto leichter entgehen können, Opfer bringendürfen. Sie sind frey, und können thun, was siewollen. Denn die Menschen werden nicht durchgute Werke, sondern durch meine Gnade erlöset.Es giebt keine an sich guten Werke; sie sind solchesnur durch die Verordnungen der Engel, die den
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