Zweyter Abschnitt. -95
ingen Aeon ausgab, welcher durch die Magie, unddurch eine geheime Taufe diejenigen, welche ihm an-hangen würden, aus ihrem Elende erretten, undmit dem Urwesen wieder vereinigen sollte. Er ver-sprach denen, welche sich auf seinen Namen taufenließen, eine ewige Jugend und Unsterblichkeit, wel-chem der Sprache der Gnostiker weiter nichts, alsdie Rückkehr einer Seele in die Fülle zu Gott, be-deutete. Terrullian spottete über eine solche Taufe,die so viel versprach, und so wenig hielt. lVas ist 2er,dieses Vad des Menanders, sagte er? Etwas """"sehr komisches. Ader wärmn wird diesesDad so wenig besucht? N>arumist dlese Taufeso geheim und unbekannt? Ein Sacrainenc,das so gar sicher ist, und doch so selten ge-braucht wird, wie verdachtig ist das!
Dieß waren diejenigen, welche die orientalischePhilosophie zu Waffen wider das Christenthumbrauchten. Die meisten Anbether dieser falschenWeisheit versuchten eine Vereinigung ihrer Träumemit der jüdischen und christlichen Religion. Sienannten sich Gnostiker, Menschen, die von der Gott-heit die besten und deutlichsten Begriffe hätten, undgeheime Wege wüßten, zu Gott zu kommen; dieChristen hingegen nannten sie Gläubige, die, weilsie zu einfältig waren, in ihre Geheimnisse einzu-dringen, sich mit dem bloßen Glauben begnügenmüßten. Die Christen freueten sich über einen Na-men, der ein Beweis ihrer Demuth war, und über-ließen diesen eingebildeten Weisen einen Namen sehrgern, der ihren Stolz so vollkommen bezeichnete.Diesen Stolz werden wir aus der Beschreibung derberüchtigsten gnostischm Secteu bald kennen le»
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