2Z6 Geschichte der christlichen Religion.
gen Schrift an, in welchen unserm Erlöser einewahre menschliche Natur zugeschrieben wird. Ererhielt in Rom viele AnHanger, unter welchen Theo-dorus, ein Wechsler, Asclepiades, Hermophi-lus und Apollonius die berühmtesten waren. Sieverleiteten einen gewissen Naralis durch eine ansehn-liche Besoldung, welche sie ihm monatlich zu bezah-. len verhießen, daß er sich zu ihrem Bischöfe einwei-hen ließe. Allein, er soll durch eine englische Er-scheinung und Züchtigung bewogen worden seyn, ihrePartey wieder zu verlassen, und der ganzen christ-lichen Gemeine zu Rom eine öffentliche Abbittezu thun.
Man beschuldiget die Theodoti.incr, daß sie dasEvangelium und die Offenbarung Johannis verwor-fen hatten, und darum, weil sie das selbstständigeWort Gottes leugneten, Alogi genannt wordenwären. Sie verdienen zwar diesen Namen; es kannauch die erste Beschuldigung wahr seyn, weil dieevangelische Geschichte dieses Apostels die starkestenH>,>6.ö«r/. Beweise für die Gottheit Christi enthält. Allein siesind allem Ansehen nach wirklich von den Alogendes Epiphanius weit unterschieden; denn diesescheinen die Schriften Johannis nicht sowohl da-rum, weil sie die Absicht gehabt hatten, die Gottheitunsers Erlösers zu bestreiken, als vielmehr darumnicht für göttlich zu halten, weil sie dieselben für un-tergeschoben ansahen, und Widersprüche gegen dieandern Evangelisten darinnen zu finden glaubeten.^»/c6 Ein gewisser Arremas, oder Arremon breitete
c.^./>./Zs. d^se irrgläubige Partey noch weiter aus. Man mußüber ihre Verwegenheit erstaunen. Sie behaupteten,daß ihr Irrthum von den Aposteln vorgetragen und bis
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