Zweyter Abschnitt. 25z
men ihre Patriarchen; denen folgeten die Cenonett,und sodann kamen erst die Bischöfe.
Die Montanisten wurden phrygier und Ca-taphrygier von der Provinz, aus welcher ihr Stif-ter gebürtig war, und pepuzier, von einem kleinenFlecken, oder von einem kleinen Landhause, genannt.Diesen Ort hatte Montan Jerusalem genannt, undseine Anhänger verehreten ihn als heilig, weil hierdas Bild des himmlischen Jerusalems erschienen seynsollte. Sie breiteten sich sehr weit aus, und brach-ten besonders die ganze Gemeine zu Thyatira aufihre Seite. Sie hatten im vierten Jahrhunderte, zudes Epiphanius Zeiten, in Cilicien , Galatien, undConstantinopel Gemeinen. Sie hatten ihre Kirchen,wie man aus dem Terrullian sieht, auch in Africa .Und es ist aus einer Homilie, die dem ChrysostomuSzwar zugeschrieben wird, aber ins siebente Jahrhun-dert gehöret, wahrscheinlich, daß sie sich bis auf dieseZeit erhalten haben.
Diese Partey hatte gleiche Schicksale mit andernSecten. Sie theilte sich bald in Nebenparteyen.Ein Theil der Montanisten ließ sich von einem Ae-schines überreden, den Irrthum des praxeas inder Lehre der Dreyeinigkeit anzunehmen, und dieselbstständigen Personen der Gottheit zu leugnen.Vielleicht haben einige Gemeinen derselben besondereZottesdienstliche Gebräuche unter sich eingeführet, undsind deswegen mit besondern daher entlehnten Na-men bezeichnet worden. Man findet bey dem Epi- H"/>5.45.phanius Artoryriten, die diesen Namen erhielten, ^ ^weil sie bey dem heiligen Abendmah le Brodt und Käsebrauchten. Denn man schließt daraus, daß sie auchdie Personen des weiblichen Geschlechtes nicht von
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