Zweyter Abschnitt. 291
thume zu lesen. Wie leicht wurde. es dadurch denIrrthümern, sich in das Gefolge der göttlichen Wahr-heiten einmschleichen! Lasset uns nur zum Beweiseder Anmerkung , daß die größten Kirchenlehrer ganzvon der neuern platonischen Philosophie bezaubertwaren, unter andern den Origenes, den Theophi-!us von Alerandrien, und den eben so berühmtenSyncstus; hingegen den Verfasser der (lementini-scheu Recognitionen und «öomilien, und den ver-larvcen Dionysius Areopagira zum Beweise derandern Anmerkung nennen, daß man längst verstor»benen Vätern der Kirche, ohne Zweifel aus gutenAbsichten, Schriften andichtete, in welchen man, ichweis nicht, soll ich sagen, das Christenthum plato-nisch, oder die platonischen Irrthümer christlichmachen wollte. Da wir in den folgenden Betrach-tungen noch Gelegenheit haben werden, vom <Vri-gmes, und besonders von den schädlichen Folgen derübertriebenen Neigung der Kirchenväter zur plato-nischen Philosophie, zu reden: so brauchen wir hiernur, zur Bestätigung dessen, was wir zeither gesagthaben, einige Anmerkungen zu machen, welche unsden Verfasser der clemenrimschen Recognirionenund Homilien, welchen man in die ersten Zeiten oeSdritten Jahrhundertes setzet, und den verlarvten Dio--nysius Areopagira aus dem fünften Jahrhundertekennen lehren.
In den sogenannten clemenrimschen Homilienund Rccognirionen, von denen die letztem auchumer den, Namen der Geschichte perri bekanntsind, findet man sehr viele Wahrheiten des Christen-thums nach den Lehrsätzen der jüngern plaronikcrerklärt, und viele Irrthümer dieser Philosophen in
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