Zweyter Abschnitt. ZOZ
hat, so muß er bemerket haben, daß das Systemvon dem Ausflusse aller Wesen aus Gott, und demUrsprünge des Uebels, durch die weite Entfernung derletzrcn Ausflüsse von der Hauptquelle des Lichts, dieSchwierigkeiten nicht hebe, die er gehoben wissenwollte. Er beredete sich, daß, wofern nur eine ein-zige, höchst einfache, vollkommene und gute Ursache ^vorhanden wäre, alle ihre Wirkungen ihrer Natur ^'und ihrem Willen ciemäß seyn würden; ihre einfacheBeschaffenheit, Vollkommenheit und Güte würdeaus dem ganzen Weltbaue hervorleuchten; alles wür-de unsterblich, heilig, glückselig und ihr vollkommenähnlich seyn. Weil er das Gegentheil in der Welt -fand: so glaubte er, daß unö die Erfahrung selbst,nämlich die in der Welt befindliche Vermischung desBojen und des Guten, auf die Lehre von zwey gleichewigen Grundwesen sührete. Er erneuerte also dasSystem der alten Perser vom Oromasda und Ari-man, ein System, das nichts erkläret?. Er warden Naturlehrern zu vergleichen, welche die Kalteaus einer kaltmachenden Kraft, die Wärme aus ei- -ner erwärmenden Kraft, und andere Erscheinungen derNatur aus gleichen unbekannten Kräften mit einerZuversicht herzuleiten wissen, als wenn sie die Naturüber ihren geheimsten Wirkungen überfallen hätten«Es giebt also einen Gott, die einzige Ursache allesGuten, und eine eben so ewige Ursache des Bösen,die Materie, die Hyle, welche in einer stets unru-higen Bewegung gewesen seyn und die Teufel, denWind, die Finsterniß, das Wasser, das Feuer undden Rauch erzeuget haben soll. So weit ist nun ^»^.c-c-»/?.der Philosoph. Nun dünkc er sich die Ursache des ^«».Guren und die wahre Ursache des Böse» zu wissen. ^ ^'II. Theil. U Aliein.