Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
Seite
311
Einzelbild herunterladen
 
  

Zweyter Abschnitt, zu

wählte und in Zuhörer eingetheilet. Unter jenenscheinen ihre gottesdienstlichen Lehrer verstanden zuwerden, welche ein weit strengeres leben führenmußten, als die lehtcrn, und von diesen unterhal-ten wurden. Diese Secte breitete sich schnell aus.Ihre Irrthümer gicngen aus Persien nach Aegypten ,und aus Aegypten nach Africa hinüber. Man rech-net unter seine berühmtesten AnHanger denBuddas,Thomas, Tyrba oder Turbo, den papus undSisinniuö. Man weis, daß Augustinus vieleJahre nacheinander dieser irrgläubigen Partey erge-ben gewesen ist. Zu seiner Zeit waren unter ihnenFaustus und Lormnarus, ihrer Gelehrsamkeit we-gen, besonders berühmt. Sie erhielten sich vieleJahrhunderte, ungeachtet von den christlichen Kai-sern die strengsten Geseße wider sie gegeben wurden.Sie waren ehrlos, und die Landesverweisung wardie gelindeste Strafe, welche ein Manichaer zuerwarten hatte. Die Bischöfe waren unter denchristlichen Kaisern allzuherrschsüchtig, als daß siesich zu den Irrenden hatten herablassen sollen. Derweltliche Arm war ihr unüberwindlicher Beweis-grund. Unterdessen war Maui unter seinen AnHan-gern doch in einem so großen Ansehen, daß sie seinAndenken jahrlich an einem besondern Feste feyerlicherneuerten.

Der gute Gott des N7ani und sein böses Grund«wesen waren, wie gesagt, nichts als der d)roma>und der Ariman der alten Magier. Die Lehrendieser alten Philosophen waren unter den Persernnoch nicht auögestorben; und dieses war woh! aucheine Ursache von der schnellen Ausbreitung der mani-chäischen Partey. Hierzu kam das milzsüchtige Na.

U 4 tureZ