Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
Seite
338
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Zz8 Geschichte der christlichen Religion.

kommen genug geworden wären, nach dem Todenoch eine gewisse FcuerreinjczmiI aushalten müß-ten: so erzeugeren oder bestätigten sie beyde den neuenfalschen Lehrsatz, daß bey der Kirche die Gewaltwäre, diese Leuerreinigung der Seelen unter will-kührlick)en Bedingungen entweder zu verkürzen oderauch ganz aufzuheben. Wie fruchtbar diese neueLehre war, das werden die spatern Jahrhunderte leh-ren. Das ivaren die traurigen Folgen dieses Strei-tes über die Kirchenbuße.

In Carthago behaupteten also einige wider dieRechtgläubigen, daß man den Gefallenen die Wie-deraufnahme in die Kirchengemeinschast nicht zuschwer machen, sondern ihnen den Frieden ertheilenmüßte, wenn die Abgefallenen zur Kirche zurück-S. L,arv- kehreten. In Rom entstund ein anderer Streitners Mr Kirchenbuße. Ein Presbyter, auch No-^r"evan' vatus genannt, behauptete, daß man die Abgesalle-Geschichte, von aller Gemeinschaft der Glaubigen auf der2TH-ZB. Erde ausschließen müßte. Dieses verursachte in derrömischen Gemeine eine öffentliche Trennung. Nachdem Märtyrertode des FabianuS war Cornelius zum^ o'- />- ^- Bischöfe in Rom erwählet worden. Wider diese Wahlsetzten sich einige Priester unter dem Vorwande, daßer allzueilsertig gewesen wäre , die Gefallenen zurGemeinschaft der Kirche zuzulassen. Novatuswurde von ihnen mit Zuziehung einiger andern Bi-schöfe zum Bischöfe verordnet. Man kann ihm we-der eine große Gelehrsamkeit, noch den Ruhm einestugendhaften Wandels streitig machen. Corneliusmachte freylich seinem Gegenbischoft Vorwürfe; die-ser aber antwortete ihm in einem gleichen Tone.Man ist ungerecht gegen ihn, wenn man ihn be-schult-