Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
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340
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Z40 Geschichte der christlichen Religion.

Kirchengemeinschaft ausgeschlossen. Und dennochsammelte er sehr zahlreiche Gemeinen, welche sichunter vielen Bedrückungen der Rechtgläubigen undder Arianer bis in das siebente Jahrhundert erhiel-ten. Man hat ihre Sitten niemals getadelt, undihre Bischöfe sind immer als heilige und strenge Chri-sten gerühmct worden.S. Bofio. Der Streit, den eben dieser Bischof von Car-Einl. in bie chago mit dem römischen Bischöfe StephanuS über>^Welt^ ^ Frage hatte, ob die Irrgläubigen, wenn sie ih-imd Relig Irrthümern absagen und in die Gemeinschaft derl.TH-in der Kirche aufgenommen werden wollten, von neuem ge-i. ange- taufet werden müßten, war eben so schädlich, alshängten der Streit über die Kirchenbuße. Er ist allzube-Abhanbl. kanttt, als daß wir uns in eine umständliche Erzäh-lung desselben einlassen sollten. Man weis, daßCyprian mit den meisten Bischöfen des Orientes dieTaufe der KeHer für ungültig und nichtig erklärte,Srcphanus hingegen die Gültigkeit derselben nichtallein behauptete, sondern sogar den Irrthum leh-rete, daß selbst eine Taufe, die nicht ausdrücklich indem Namen des Vaters, des Sohnes, und des hei-ligen Geistes, sondern bloß in dem Namen JesuChristi ertheilet würde, für rechtmäßig und gültig ge-halten werden müßte. Man weis die stolze Hitzedieses Bischofes, welcher die africanischen und orien-talischen Bischöfe von der Gemeinschaft mit der wah-ren Kirche dieser Streitfrage wegen ausschloß; einehistorische Wahrheit, welche Alexander j^aralis////?. bestätiget, als entkräftet hat, so gern er auch

.den Vorwurf eines so hochmüthigen Verfahrens vondem Stephanus abgewälzet hätte. Wir wollen iHtnur den unglücklichen Einfluß diefeö Streites in ei--u^.^' " nige