Zweyter Abschnitt. ?47
Mxanbrien zurückkommen, und die Verrichtungeneines Catechetcn daselbst fortsetzen. Er erhielt sich be-ständig bey seinem Ruhme, und befestigte ihn durcheine unglaubliche Menge gelehrter Arbeiten^ Er er-weckte sogar die Neubegierde der Mutter des Kaisers,Mammaa,und sie unterredete sich in Antiochicnmit ihm. Endlich wurden seine Verdienste, als 'erauf seines Bischofes Befehl eine Reise nach Acha--jen in Kirchenangelegenheitcn that, von den palästi-nischen Bischöfen durch die priesterliche Würdebelohnet. Langer konnte nunmehr Demetrius seineEifersucht nicht zurückhalten; er schrieb Briefe wi-der ihn, warf ihm eine jugendliche Handlung, näm-lich die Zerstümmelung seines Leibes vor, und end-lich wurde in zwo Versammlungen der ägyptischenBischöfe Origenes seiner Würde in der Kirche ent-seht, und aus Alerandrien verwiesen. Zugleich schriebdieser herrschsüchtige Bischof an alle christliche Ge-meinen , daß sie ihn von aller Kirchengemeinschafcausschließen sollten. Alle Kirchen des Orientes unddes Occidentes folgten seinem Beyspiele, und Ori-genes fand nur bey den palästinischen Bischöfen, ei-nem Theocrist von Casarea, und einem Alexandervon Jerusalem Schuß. Hier können wir anmer-ken, daß der irrige schon durchgangig angenommeneBegriff von der Einheit der Kirche, von welchemkurz vorhero geredet worden ist, das meiste zur all-gemeinen Verdammung dieses Unschuldigen beyge-tragen habe. Nachdem er noch viele Jahre zu Ca-sarea die christliche Religion gelehret hatte, bekannteer dieselbe großmüthig in der Verfolgung des DeciuS,stund Gefängniß und Martern dieses Bekenntnisseswegen aus, schrieb, nachdem er losgelassen worden
war.