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Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
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?56 Geschichte der christlichen Religion.

mag nach i>em Pythagoras ewig seyn, oder nachdem Plato einen Anfang haben; genug, sie ist voll-kommen gewesen, ehe Satm'n und seine Nachkoin»men gebohren worden sind. Man muß sehr ein-fältig seyn, wenn man nicht glaubet, daß es vordem Jupiter Licht, Sterne, Regen und Donner ge.geben, und daß Jupiter sich nicht selbst vor demBlitze gefürchtet habe, den ihr doch demselben in die-Hand gebet. Die Erde hat vor der Ceres, selbstvor dem ersten Menschen schon Früchte getragen.--Ist Bacchus darüber vergöttert worden, weil er denWein zuerst bekannt gemacht hat: so laßt man demLucullus nicht Gerechtigkeit genug wicderfahren,daßman ihn nicht zum Gotte machet, da er doch dererste gewesen ist, der aus Pontus Kirschen nachItalien gebracht hat. Ihr werdet vielleicht sagen,daß euern Göttern die Gottheit zur Vergeltung fürihre Verdienste gegeben worden sey. Aber ichglaube, ihr werdet einräumen, daß der Gott, derandere Götter machen soll, gerecht seyn müsse.Nun setzet man Blutschander, Ehebrecher, Tyran-nen , Räuber und andere noch schandlichere Verbre-cher in den Himmel. Doch gesetzt, eure GötterTe^tt//.wären tugendhaft und gut gewesen: warum lasset^>o/.t.,2.ihr denn so viele andere vortreffliche Menschen, ei-nen Sokrates, einen Aristideö, einen Themistoklcsunter den Todten? Welcher unter euern Götternist weiser, als Cato, gerechter und tapferer, alsScipio, und beredter, als Cicero? Alles also, wasich von euern Göttern sehe und höre, sind Namenverstorbener Menschen und Fabeln; und was dieGötzenbilder anbelangt: so finde ich an denselbennichts> .als Materie, und eben die Materie.,.aus

welcher