Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
Seite
357
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Zweyter Abschnitt. 357

,,wclcher ihr auch euer Hausgeschirr machet. Was..bethen also die Christen an, werdet ihr sagen, wennsie alles dieses nicht anbethen? Wir bethen einen c. ,7.einzigen Gott an, der durch sein Wort, seinenVerstand, und seine Macht, diese ganze Welt mit..allem, woraus sie besteht, mit allen Elementen, mitallen Körpern und Geistern, zur Verherrlichungseiner Größe aus Nichts hervorgebracht hat. Da-mit wir eine desto vollkommncre Erkenntniß vonihm haben möchten, hat er uns die heilige Schriftgegeben. Er hat Menschen, die wegen ihrer Hei-ligkeit und Gerechtigkeit werth waren, ihn zu er-nennen, und ander» seine Erkenntniß beyzubringen,mit seinem Geiste erfüllet, daß sie verkündigen soll-ten, es sey nur ein Gott, der alles erschaffen, der denMenschen aus Erde gebildet, der die Einrichtungund den Lauf der Welt gemacht, und unserm Ge-schlechte die nöthigen Vol'schriften, ihm zu gefallen,gegeben habe; der am Ende der Welt alle Men-schen von dem Tode auferwecken und richten, dieje-nigen, die ihm gcdienet haben, mit einem ewigen Le-ben belohnen, die Gottlosen aber zu einem ewigenFeuer verdammen werde. Wir haben vordemdiese Lehre auch verspottet; wir gehöreten zu euch.Die Menschen sind nicht Christen von Geburt; sie- werden es. Wenn es einen Schöpfer aller Wesengiebt: so ist es ungereimt, ein anderes Wesen, alsihn, anzubethcn. Darum gründeten sie auf dieAllmacht Gottes , dessen Kenntniß allen Menschenangcbohren ist, der sie durch seine Wohlthaten er-freuet, der sie durch seine Donner zittern machet,die Nothwendigkeit, ihn anzubethcn.

Z Z Eben