Zweyter Abschnitt. ?6z
meln, früh den zwey und sechzigsten Psalm, undAbends den hundert und eilftcn Psalm singen sollte.Sonntags, als am Tage der Auferstehung JesuChristi , mußten die Christen, nach diesen Verord-nungen, drey Gebethe stehend bethen. Und warumstimmte die Kirche diese Gesänge an; warum bethetesie diese Gebethe? Zum Lobe des Gottes, der alleDinge durch Jesum Christum gemacht hat.Man findet darinnen ein langes Gebeth über die gött- con/?/,»?.licbe Vorsehung, ein Dankgebeth für die Wunder ^y/?. /. 7.der Schöpfung, ein Dankgebcth für die Wohlrha- ^-^--^te» Gottes, ein Gebeth wegen der Menschwerdung ^^'^'^dcö Sohnes Gottes, ein Gebeth bey der Taufe, einsbey dem heiligen Abendmahle; nirgends ein Gebethan die Heiligen oder Enges.
Clemens von Alerandrien begnügte sich damit c/?,»./4/>?>nnicht, daß er von den Christen verlangte, ihr leben ^"^ftllte ein immerwährendes Fest und ein beständigerLobgesang Gottes seyn; er verlangte von ihnen auch, /^^^daß sie sich in sittsamer Kleidung, mit einem ernst- //^.z.^.^.haften Gange, und mit einer ungehcuchelten Liebe in /- 7. 7-L.der Kirche einfinden sollten, zu Gott daselbst zu be-7^-then. Er ermähnte sie, vor dem Essen, nach demEssen, beym Aufstehen, beym Niederlegen, und wennsie in der Nacht etwa aufwacheten, zu bethen. Undzu wem? Etwa zu ihrem Schuhengel, oder zumHeiligen der Familie, oder der Stadt? Nein, allezeitist es Gott, zu dem sie bethen sollen; ihn sollen siebey dem Genusse ihrer Mahlzeiten loben, weil es seinBrodt ist, das sie essen; ihm sollen sie danken, wennsie den Trost des Schlafes schmecken, weil er es ist,der ihnen ihr Leben erhalten hat. Cppriav verord- 6)7-?/«».nete, daß der Todestag eines jeden Märtyrers be, e/?.,-. e/>.^.
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