Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
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?64 Geschichte der christlichen Religion.

merket werden sollte, damit sein Andenken gefeyertwerden könnte. Allein, er richtete kein Gebeth an sie.Wie würden die Christen nicht zum Martyrertodegereizt worden ser)n, wenn sie gesehen hätten, daßdiejenigen, welche vsr ihnen diese blutige Laufbahnbetreten hatten, gottesdienstlich verehret und angeru-fen würden? Das hieß ihnen die Hoffnung, als einJupiter, oder als andere Menschen vergöttert zu wer-den, welche sie hatten aufgeben müssen, als sie Christengeworden waren, durch etwas ähnliches vergüten.

Die Christen wandten sich also bey allen össentli-chen und besondern Bedürfnissen an Gott . Clemenscd?.von Rom, ein unmittelbarer Nachfolger der Apostel,/. co»«7. schließt seinen Brief an die corinthische Gemeine miteinem vortrefflichen Gebethe. Er bittet den Aufse-her über alles, den Herrn der Geister und allesFleisches, einer jeden Seele, die feinen heiligenund herrlichen Namen anrufet, Glauben,Lurche, Geduld, Sanfrmuth, Mäßigkeit undlVeisheie zu geben, damic er ihm durch JesumChristum, unfern Aufseher und Herrn gefallenkönne, durch welchen ihm sey Herrlichkeit,Majestät, Gewalt und Ehre von Ewigkeit zuEwigkeit! Diese einem Schüler der Apostel so an-/>-<-»./.^. ständige Sprache führte auch Irenaus in seinemc. 5. Gebethe, wenn er sagte: Ich rufe dich an, GottAbrahams, Ifaacs, und Jacobs, Varer unsersHerrn Jesu Christi , der du durch die Größedeiner Barmherzigkeit deine Erkenntniß in unsgewirket; Gott, der du den Himmel und dieErde erschaffen hast, der du über alles herr-schest, der du der einige wahre Gott bist, außerwelchem es keinen andern giebt, dich rufe ich

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