Z6Z Geschichte der christlichen Religion.
dem höchsten Gott gesagt würde, auf Jesum Christumbezöge, und daß er den Vätern, Abr/ham, Jsaac,und Jacob erschienen, und von ihnen angebethet wonK/. «/>o/„den wäre. In seiner ersten Schutzschrift sagte ervoil Jesu Christo, daß er in dem eigentlichen Ver-stände Gotres Sohn und das wort rvare,zugleich mit ihm vor allen Creamren des Da-seyns theilhaftig und aus ihm gebohren. Die-ser Glaube, daß der einige wahre Gott, der Vater,der Sohn, und der heilige Geist wäre, wurde auöeinem Jahrhunderte in das andere fortgepflanzet. Im/.«c/a». zweyten Jahrhunderte verspottete deswegen ein Lu-/'Ä/c,/,«,?-. cm» die Christen über das Bekenntniß: der großeewige Gott, der in der Höhe regieret, der Sohndieses Vaters, und der heilige Geist, der vom Va-ter ausgeht, einer aus dreyen und drey aus einem,dieser ist der wahre Gott. Einige Irrgläubige woll-ten dem Sohne die ihm eigenthümliche Gottheitstreitig machen; sie wollten ihn zum Range der Crea-turen heraberniedrigen. Allein vergebens stritten einTheodorus vonByzanz, ein praxeas, ein^Tloe-tus, ein Sabellius , ein Paul von Gamosatawider die Lehre, daß Jesus Gott sey. Sie bewie-sen damit nur, daß die Christen vor ihnen richtig ge-glaubt hatten. Paulus von Samosata untersagtedie Dorologien und Lobgesänge auf Christum ; seinUnternehmen war ein Beweis, daß die antiochenischeGemeine vor ihm Jesum für den wahren und leben-digen Gott gehalten hatte, weil sie ihn in gottes-dicnstlichen Gesängen verherrlichten. Die Heidenwußten dieses; ein Plinius Secundus schrieb an denTrajan, daß die Christen Jesum verehreten, als ober Gott wäre. Die Christen bezeugeten diese Wahr-heit