374 Geschichte der christlichen Religion.
?'» Alle Menschen, sagte Justin, der Märtyrer, aus allen</. c. 7>^/'. Pölkern, die Knechte sowohl, als die Freyen, werdendas ewige Erbtheil empfangen, wenn sie an Chri-stum glauben, und die wahren Auösprüche der Pro-pheten wissen. Die Zeit dieser Bekehrung ist in dieGränzen des gegenwärtigen Lebens eingeschlossen.So bald man dasselbe verlassen hat, sagte Cppria-^. O?. stug, so ist kein Raum mehr zur Bekehrung. Hierwird das wahre Leben entweder verloren, oder er-halten. Niemand lasse sich die Sünden oder dieJahre aufhalten, zu seinem Heile zu kommen. KeineBekehrung ist in diesem Leben zu spät. Auch dannnoch, wenn man den einigen und wahren Gott beymAuSgange seines Lebens um die Vergebung seinerSünden anflehet, erhält der, der seine Sünden be-kennet, Vergebung, und der Glaubige von der un-endlichen Barmherzigkeit Gnade, und selbst unterdem Tode ist es noch möglich , zur Unsterblichkeit zugelangen, Diese Gnade erweiset Christus; diesesGeschenk eignet er seiner Barmherzigkeit zu; er hatden Tod durch den Triumph des Kreuzes überwun-den ; er erlöset den Gläubigen durch das Lösegeld sei-nes Blutes; er versöhnet den Menschen mit Gottdem Vater, indem er den Sterblichen durch einehimmlische Wiedergeburt lebendig machet. Folgenwir ihm nach; huldigen wir ihm: so öffnet er unshier den Weg zum Leben, schließt uns das Paradiesauf, und führet uns zum Reiche des Himmels, wowir mit ihm ewig leben, und als Söhne Gottes, diedurch sein Blut erworben sind, ewig mit ihm jauch-zen sollen» Wir Christen sollen mit Christo herrlich,und durch Gott den Vater selig werden, und ihm indem Genusse unaufhörlicher Freuden vor seinem An-
gesichte