Zweyter Abschnitt» 375
gesichte ewig danken.' Denn es muß derjenige, wel-cher erst deö Todes schuldig war, nun aber durch dieUnsterblichkeit sicher vor demselben ist, nothwendigallezeit fröhlich, und allezeit dankbar seyn. So leh-rece die erste Kirche, die, weil sie so nahe an die Zei-ten der Apostel gränzte, mit Recht den Namen derapostolischen führte, von der Nothwendigkeit einerübernatürlichen Erlösung, von der MenschwerdungJesu Christi , von ihrer Absicht, von der Rechtferti-gung des Menschen durch das Verdienst und denGehorsam des Erlösers, von den Bedingungen, un-ter welchen uns sein Verdienst hilft, und endlich vondem unendlichen Nutzen desselben.
Die Menschen sind nicht allein so dürftig, daßsie ohne einen Erlöser nicht glückselig werden können,sondern sie sind auch sogar unvermögend und elende,daß sie nicht einmal ohne eine göttliche Hülfe diese Erlö-sung annehmen und in die Ordnung des Heils tretenkönnen. Die heilige Schrift eignet dem heiligen Geistedas Amt zu, den Menschen diese Hülfe zu ertheilen,und die erste Kirche erwartete sie von keinem andern,als von ihm. Ignatius bekannte Einen Gott des al- H»"/ «/,.ten und des neuen Testamentes, Einen Mittler zwi- "^^/s^schen Gott und den Menschen, Einen Tröster, welcherin Mose , den Propheten und Aposteln sich thälig er-zeuget hatte. Er war nach dem Irenaus über Chri- /n». Zä-sium gekommen, weil er auf den Menschen ruhen, denWillen Gottes in ihnen wirken, und sie aus alten Men-schen zu neuen Menschen in Jesu Christo machen sollte.Er wurde uns gegeben, damit wir, weil der Teufelaus dem Himmel verstoßen worden ist, da einenTröster und Fürsprecher haben möchten, wo unserAnklager, der Teufel ist. Deswegen nannte ihn
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