Z?8 Geschichte der christlichen Religion.
Erlösers Fleisch und Blut sey. Eben dieses bekräf./t-e». />4. tiget Irenaus. Weil sie von der Gegenwart des«/4- Leibes und Blutes Jesu Christi im heiligen Nacht-mahle so vollkommen überzeuget waren: darum hiel-ten sie eS für eine Speise, welche uns unsterblichmachte. Ignarius nannte daher das heilige Abend-mahl eine Arzrney der Unsterblichkeit, ein Gegen-gift wider den Tod zum Leben in Jesu Christo, undeben dieser Märtyrer behauptete, daß durch den öf-tere Gebrauch dieser heiligen Speise die Macht desSatans von uns zurückgetrieben würde.
Es würde eine ganz überflüßige Arbeit seyn,wenn man durch Zeugnisse der ältesten Lehrer bewei-sen wollte, daß die erste Kirche von ihren Gliedern«in heiliges Leben gefodert, und gelehret habe, daßdie Belohnung desselben in der Ewigkeit auf sie war-te. Denn eben die Lehre von der gewissen Auferste-hung und Wiedervereinigung ihrer Leiber mit ihrerschon seligen Seele zu einer ewigen und unaussprech-lichen Herrlichkeit und Seligkeit machte sie in allenVerfolgungen und bey den grausamsten und un-menschlichsten Martern so unerschrocken und freudig.
Kein Christ wurde eher unter die Gläubigen«aufgenommen, als bis er in allen diesen Wahrhei-ten unterrichtet, und von denselben überzeuget war.Man muß die Zeugnisse der ältesten Lehrer mühsamaufsuchen. Dieses kömmt daher, daß sie sich diemeiste Zeit mit einem mündlichen Unterrichte derGläubigen begnügten, und selten eher schrieben, alsbis eine Wahrheit von Irrgläubigen angefochtenwurde. Sie wußten nichts von einem systematischenVortrage der geoffenbarten Lehren. Fanden sie eineäehre in der heiligen .Schrift deutlich gegründet: so