Zweyter Abschnitt. z?9
hielten sie dieselbe für Wahrheit, ohne sich mit derSorgfalt, welche in unsern Tagen so nothwendiggeworden ist, um ihren Zusammenhang mit anderngöttlichen Aussprüchen zu bekümmern. Die Bekennt-nisse ihres Glaubens waren kurz, und enthielten nurdie wichtigsten Lehren. Man kann solches deutlichaus dem apostolischen Glaubensbekenntnisse erkennen,-?"welches zwar von den Aposteln nicht selbst verfertiget 'worden, aber doch seiner Kürze und majestätischen ^-,1/ ?»Einfalt wegen der Apostel vollkommen würdig ist.
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Ueber das Ansehen und die Schicksale
der göttlichen Schriften des neuen Testa-mentes vom Alifange des Christenthums anbis auf das vierte Jahrhundert.
ine so allgemeine Uebereinstimmung in den Grund-wahrheiten der geoffenbarten Religion herrscheteunter den ersten Christen, deren Gemeinen im drit«ten Jahrhunderte doch so zahlreich waren, daß siefast alle bekannte Weltgegenden crfülleten. DieChristen in Palästina glaubcten eben das, was dieChristen in Italien lehreten. Ihr Glaube konntcmit Recht der Sonne verglichen werden, welche allezeitein Licht bleibt, ob ihre Strahlen gleich auf einmal dieweitentlegensten Weltlheile erleuchten. Wenn hatdie Secte eines Philosophen so viele Anhänger erhal-ten, und, geseht daß sich einer eine sehr zahlreicheSecte gesammlet Härte, wenn sind seine Schülerfeinen Grundsahen so getreu geblieben, als die Chri-sten den Grundlehrcn der Religion waren? Die
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