Zweyter Abschnitt. 455
des Verstandes anklagen, der seinen eigenen noch nichtgenau genug überrechnet und gewogen hat.
Jedoch die Religion würde dennoch wahr bleiben,wenn die Fortdauer der Wundergaben, in der Kircheder drey ersten Jahrhunderte, auch keine so gewissehistorische Glaubwürdigkeit besäße. Die Ausbreitungeiner Religion von der Beschaffenheit, als die christ-liche ist, wäre alsdenn ein Wunder, das so stark seynwürde, als alle Wunder, welche nach den angeführ-ten Zeugen, in der ersten Kirche verrich-tet worden seyn sollen.
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Von
dem Ruhen der heidnischen Verfolg
gungen, wider die Christen, für dieReligion.
AÄie unleugbare Göttlichkeit der apostolischen Schrif-ten, ihre Eintracht im Glauben, welche die über--mtürlicheKraft derselben wirkete, und, wenn man sichereund zuverläßige Zeugnisse nicht ohne Verwegenheit ver-werfen kann, die Fortdauer der Wundergabcn in derersten Kirche, waren unstreitig die vornehmsten Ursa-chen voi? der so schnellen und so weiten Ausbreitungder christlichen Religion. Sie sind aber nicht die ein-zigen Ursachen. Denn selbst die grausamen Verfol-gungen der Heiden wider die Bekenncr Jesu Christi ,haben das Ihrige dazu beygetragen, ob sie gleich inder Absicht, sie zu vertilgen, erwecket wurden. Ei-ne kurze und zuverläßige Erzählung dieser Verfolgun-gen , und eine unvartcyische Betrachtung ihrer Ursa-Ff 5 chm,