Zweyter Abschnitt. 47?
gcs der Gesetze, verlustig erkläret wurden. All«?Klagen wider sie sollten angenommen, ihre Klagenund Vorstellungen aber sollten verworfen werden. Erverordnete ferner die Verbrennung ihrer heiligenSchrif-ten, die Zerstörung ihrer Kirchen, und die Einzie-hung ihrer gemeinschaftlichen Güter. Einer von denChristen, ließ sich von einem unbesonnenen Eifer ver-leiten , den kaiserlichen Befehl abzureißen. Er wur-de gleich darauf mit den heftigsten Martern hingerich-tet. Die Verfolgung nahm zu, als in dem kaiserli-chen Pallaste Feuer auskam, und die Christen be-schuldiget wurden, daß sie dasselbe angeleget hatten.Viele von des Diocletians Hofbedienten wurden gefol-tert und hingerichtet. Der nicomcdische BischofAn-thinus wurde mit vielen Kirchenlehrern, Kirchenbe-dienten und gemeinen Christen ergriffen, wegen desFeuers verhöret, und ob gleich die Beschuldigungenwider sie nicht erwiesen werden konnten, dennoch zugrausamen Todesarten verdammt. In den Provin-zen wurden unerhörte Gewaltthätigkeiten verübet,wenn die Christen nicht opfern wollten und sich wei-gerten, die heiligen Schriften auszuliefern. VieleChristen, besonders inAfrica, fielen ab, und lieferte^die heilige Schrift den Heiden aus, und wurden da-her Traditores genannt. Dieses thaten selbst vieleBischöfe, und ihre Fcigherzigkcit war der Grund zuder berühmten donatistischcn Spaltung. Dem erstenBefehle folgten sehr bald neue Befehle nach, worin-ncn befohlen wurde, sich aller christlichen Lehrer zu be-mächtigen, und sie mit Gewalt undi Zwangsmittelnzum Abfalle zu nöthigen. In einem vierten Befehleward verordnet, alle Christen zum opfern zu zwingen.Man erfand Martern über Martern. Außer den l.s.
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