Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
Seite
485
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Zweyter Abschnitt. 485

rechnet er sich solches zur Ehre. Fraget manihn, so bekennet er offenherzig; wird er ver-dammer, so danket er. N?as kann ein MenschDöses gethan haben, bey dem man keinenSchein des Dösen, keine Schamrörhe, keineVerstellung, keine Rlage, keine Furcht, keineNiedergeschlagenheit bemerket ^ Es ist merk-würdig, daß in allen Verfolgungen sich doch niemalsdie Christen empöret haben, einen einzigen Märtyrerzu befreyen; auch nicht zu der Zeit, da sie alle Dör-fer, Städte, Inseln, Gcrichtshäuser, Palläste,Provinzen und Armeen crfülleten. Cyprian hält h,/»-/-?».dieses dem Statthalter, Dcmetricmus vor. DieChristen nahmen, wie Tertullian sagt, den Todals die größte Gunstbezcugung von den Händen der ^ ^.Heiden an. Sie betheten für die römischen Kaiserund ihr Reich, so heftig sie auch von ihnen gedrücketwurden. Ihre Treue, ihr Eifer, die Heiden zu be-kehren, ihre Freygebigkeit gegen die Armen, jhre^-^^-Sorgfalt gegen die Kranken, ihre Loskaufungen der ^ 'Gefangenen, waren Tugenden, denen die Heiden 'selbst die Ausbreitung ihrer Religion zuschrieben.Ihre Treue und Unterwürfigkeit gegen ihre Obrigkeit 0»<?. c.und ihre Gesetze, war so groß , daß Ormenes, /././.?.Arnobius und Terrullmn die Heiden aufloderten, 'ihnen einen einzigen Rebellen unter ihnen zu zeigen. ^^'//'^Sie nahmen den einzigen Fall aus , wo sie gezwuw 5c«/>.c.-.gen werden sollten, Christum zu verleugnen und denMenschen mehr, als Gott zu gehorchen. Kurz, dieHeiligkeit und Unschuld der ersten Christen, war sobekannt, daß Drigenes an vielen Stellen einen Be- n///./.?./.weis für die Wahrheit und Göttlichkeit der christli-verql-mitchen Religion davon hernahm, ein Beweis, derlei-^'"""-

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