Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
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5»4 Geschichte der christlichen Religion.

und insbesondere mit der Leichenbestattung der Mär-/j/>. tyrer gemachet wurden, als vor dem. Dionysniz/. 7. c. von Alexandrien erzahlet beym l^usedius die Gebräu-che , welche bey diesem letzten Dienste der Liebe beob-achtet zu werden pflegten. Einige waren von denHeiden , andere von den Juden entlehnet und beybe-halten worden. Man drückte den verstorbenenzuerst die Augen zu, ein Gebrauch, den fast alleNationen halten. Die Römer beobachteten nocheinen andern dabey, den die Christen verwarfen. Erstdrückten sie den Todten die Augen zu, auf dem Schei-terhaufen aber, wurden sie ihnen wieder geöffnet und?//«. ////?. nach dem Himmel zu gerichtet. Darauf wurdenZV«,. /. ste abgervaschen. Die Juden beobachteten diesen7'^«// Gebrauch darum, damit der Todte rein seyn möchte,<?/>"/, c 4z. er Rechenschaft von seinen Sünden geben sollte.Ltt^t.?» Diesen Gebrauch , der unschuldig ist, wenn er nicht/«-aus einer so abergläubischen Einbildung beobachtetwird ^ beobachtete man schon, nach der Erzählung derApostelg. Schrift, an der Tabicha. Man findet in vielen^ Märtyrergeschichtcn, daß die Christen die Leichna,^./?,^'me ihrer Verstorbenen einbalsamirer haben.

Certullian bestärket solches durch seine Außage. Er?t',«//. versichert, die Araber gaben den Christen das Zcuq-^. c. 4-., haß sie die Specereyen, welche die Heiden zumRauchwerke, sie aber zum Begrabnisse der Ihrigenbrauchten, weit theurer bezahlten, als sie, und ersetzet hinzu/ daß der Weihrauch, dessen sich die heid-nischen Priester bey ihrem Götzendienste, und dieAerzte zu ihren Euren bedieneten, von ihnen zu ihrenLcichenbcstattungen gebrauchet würde. tVcnn derLeichnam balsämiret war: so wurde er inLeichentücher eingewickelt. Zuweilen kleidete

man