Zweyter Abschnitt. 515
man die Zeichen in sehrkostbareKleider. Diese Ehre wie- /. 7.Verfuhr dem Märtyrer Marin,den ein reicher römischer ^ ^>Senator Asturius, in ein prächtiges weißes Geivandkleidete, und selbst auf seinen Schultern, in das ihmzubereitete Begräbnis; trug. Wenn auf diese Weisealles gehörig veranstaltet war: so trugen die Christendie Leichen, die sie zuweilen vorher noch zu um- ^ . ^ ^-armen pflegten, entweder auf ihren Schultern /.^^^selbst zu ihrer Ruhestarre, oder sie übergabensolches gewissen dazu verordneten Leuren, wcb/F^,che die Gemeine dafür von dem Allmosen der Gläu-^"^"/"^'bigen unterhielt. So begrub man im zweyten Jahr- "/)^/""'Hunderte alle Christen; eben so wurden auch die Mär-^^/^/tyrer begraben.
Wenn der Märtyrer begraben war : so bemerkte^-F.min den Tag seiner Hinrichtung, in der Absicht seinAndenken jahrlich zu erneuern. Als Cyprian genö- <7//>?^».thigecwar, seine Heerde zu verlassen: so Hoffete er, daß^ein gewisser Certlillus alle Tage, an welchen Mär-tyrer hingerichtet wurden, genau auszeichnen würde.Jede Kirche hatte öffentliche Verzeichnisse , die nach,her Dyptichen genannt wurden, in welchen sie dieNamen ihrer Bischöfe, die eines christlichen Todesgestorben waren, eintragen ließ. In diese Verzeich-nisse wurden auch die Namen der Märtrrer einge-schrieben. Alle diese Namen wurden in dem Gebethevor dem Abendmahle öffentlich verlesen. Man dankte 5<n/?/,.Gott, daß er sie zur triumphircnden Kirche gebracht^/s.hatte. Jede Kirche bemerkete nur ihre Märtyrer.^-Je älter deswegen die Märtyrervcrzeichnisse sind, de-sto kürzer sind sie ; desto deutlicher kann man sehen,daß sie nur eine bestimmte Gemeine angiengen. Manerwies aber den Bckennern Jesu Christi diese EHre,
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