522 Geschichte der christlichen Religion.
hatte alsdenn nicht mit Recht gegen den CelsuS sagenkönnen: „ Wir weigern uns auch darum, den Bil-„dern Ehre zu erzeigen, damit niemand auf den„Wahn verfallen möge, als ob die Bilder andere„ Götter wären.,. Allein, die ersten Christen brauch-ten dieses alles nicht zu thun, weil sie noch keine Bil-der hatten.
Ueberhaupt hatten sie einen Haß und Abscheu ge-gen die Malerey und Bildhauerkunst, der so weits'/. ^/-^/»gierig, dasi er übertrieben wurde. Ein Clemens/v«^.e/,'»von Alcrandrien lehrete mit ausdrücklichen Worten,5^-. /. s. den Christen diese Künste untersaget waren. Ernennete sie betrügerische Künste. Ein gewisser Her-mogenes war der Stifter einer neuen irrgläubigenTÄ-t«//, c.Secte, und zugleich ein Maler. Terrullian, der ihn//.,-moZ. widerlegte, beschuldigte ihn, daß er durch seine Kunstschon das Sittengeseß überträte, und ein doppelterLalsarius theils mit seinem Pinsel, theils mit seinerFeder wäre. Er, der alles, selbst das Gute und diec.Tugend übertrieb, gieng so weit, daß er sagte, derTeufel wäre es, der diese Künstler in die Welt ge-bracht hätte, welche Bildnisse und Bildsäulen verfer-tigten ; Gott aber hätte seinen Knechten alle dieseKünste untersagt. Hatte die erste Kirche ihre Heili-gen malen oder in Stein aushauen lassen: wie hättensie die Malerey und Bildhauerkunst, als eine Erfin-dung des Satans anklagen können?
Die Christen waren also weit entfernt, die Bild-nisse ihrer Märtyrer zu einem Gegenstände einer öf-fentlicheil Verehrung zu machen. Man fand nur unterden Heiden und unter den Irrgläubigen Bilderdiener./»-«./.,. Die Carpod'ratianer rühmeren sich, die BildnisseJesu Christi und des Apostels Paulus zu besitzen.
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