5zo Geschichte der christlichen Religion.
dem Luc-'cmus und seiner vorgegebenen Offenbarungglauben kann, und dennoch seine Schrift nicht unterdie Bücher der göttlichen Offenbarung seßet ? Es istein Glück, daß LucianMn Launoi war, der jähr-lich einige Heiligen aus dem Paradiese vertrieb; sonsthatte man schon einen Bekenner und so viele kostbareReliquien weniger.5,«»». <K Man hat in du, neuern Zeiten den Lazarus, die^/«^s/. Maria Magdalcna, die Martha und ihre Schwester,eine Marcella, ihre Magd, einen Marcellin, ihrenSchüler, und einen Joseph von Arimathia zu Mär-tyrern gemacht. Man erzahlet von ihnen, daß dieJuden sie verbannt, und auf ein scgelloses Schiffgesetzt hätten, welches dieses Mangels ungeachtetglücklich nach Marseille gekommen wäre. MariaMagdalena hätte den Herzog daselbst mit allen seinenUnterthanen bekehret; Lazarus wäre Bischof zu Mar-seille geworden, Joseph aber nach Engelsand gegan-gen. Alle aber wären sie mit dem Märtyrertode ge/>. oz. krönet worden. Daher will man auch die Reliquie»der heiligen Magdalena zu Vezelay haben, wiewohlandere vorgeben, daß sie unweit von Air zu findenwaren. Der Streit mag entschieden werden, wie erwill; genug hier ist eine ganze Gesellschaft vonMärtyrern, von denen aus den historischen Denkmälernder ersten Kirche nichts weniger erwiesen werden kann,als dieses, daß sie Märtyrer sind. Und gleichwohlgründet man die gottesdienstliche Ehre, die man ihnenzu erweisen schuldig seyn soll, auf ein so ungegründe-tes Vorgeben.
/>-?/,eö?-. Doch alle diese Personen, wem, man den Abibas,5""^-den Marimin, und die Marcella ausnimmt, sindLo//«»-/ dc^k) noch solche, von denen man unzweifelhaft weis,
da