Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
Seite
563
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Zweyter Abschnitt. 56z

der Religion anbetraf: so ließ man ohne Zweifel die/,, 7--. 7^.Catechumenen nurdieallerschweresten Wahrheiten des^o^»^.Christenthums so lange nicht wissen, bis sie in den^ -leichtern genug unterrichtet waren. Man wird in demfolgenden Jahrhunderte verschiedene Classen der Ca-techumenen finden, die diese Gewohnheit eingeführethat. Was die gottesdienstlichen Handlungen anbe-traf : so wurde die Feyer des Abendmahls vor denUngläubigen und Ungetauften verborge!?. Dieses istausgemacht. Es ist wahrscheinlich, daß es mit derTaufe, wie auch mit den Gebrauchen, die mit derTaufe, und mit dem Abendmahle verknüpft waren,nicht anders gehalten worden sey. Die Zeit erweitertalle Gebrauche, und so gieng es auch, wie wir in denfolgenden Jahrhunderten sehen werden, mit dieserGeheimhaltung. Sie brachte den Gebrauch, als einenothwendige Folge von ihr selbst, auf, die Catechu-menen aus den gottesdienstlichen Versammlungen weg-zuweisen, so bald das Lesen der Schrift und die Er-mahnung an das Volk vorbey war. Denn schon zu 7^-?»//.Tertullians Zeiten durften sie nicht bey dem Gebethe ^»/»F. c.7.der Glaubigen zugegen seyn. Er, der in seiner Schuß-schrifr für die Christen gesagt hatte, daß sie die Treuedes Stillschweigens gegen alle Geheimnisse beobach-teten , machte den Irrgläubigen seiner Zeit den Vor-wurf, daß sie diese Gewohnheit nicht unter sich beob-' achteten. Man weis bey ihnen, sager er, nicht, wer ^?ein Ccttechumene, oder ein Glaubiger ist. Sie-/>^-i/"'.rm zugleich zu ; sie bethen zugleich. Selbst wenn^-die Heiden dazu kommen, werfen sie dennoch den Hun-den das Heilige, und den Säuen die Perlen vor, wie-wohl es keine ächten sind. Man kann aus dieserStelle schließen, daß die Rechtgläubigen damals alleNn 2 gotteS-