566 Geschichte der christlichen Religion.
mehr Tage wurde dasselbe ausgedehnet, ob es gleichin den ersten drey Jahrhunderten noch nicht das be-schwerliche Joch wurde, das in den spatern Zeiten dieChristen so sehr zu drücken anfing. Zuerst scheinendie Christen di/Stunden von der Krenu'gung, und vondem Tode Jesu Christi an bis ^u seiner Auferstehung,zu einer öffentlichen und feyerlichen Fastenzeit bestimmte». ^. gehabt zu haben. Sie nenmen sie, weil diese ZeitFtt/Ä. /-5. ungefähr vierzig Stunden betrug, das Guadrigesi-^' ^' malzten. Sie gründeten sich bey d"c Einführung^"^-^ dieser feyerlichen Fastenzeit auf die Antwort, welche^e/tt». 5.-. E^c-^. Pharisäern auf die Frage gab,, war-um seine Jünger nicht fasteten : N?enn der Ärau-rigam von chnen genommen wird, dann wer-den sie fasten. Einige Kirchen fingen darauf an,diese Zeit auf eine, oder etliche Wochen weiter zu er-strecken , und nachdem sich die wahre Bedeutung desGuadrigestmalfastens vcrlohren hatte: so wurde/, 5, darunter eine vierzigtägige Fastenzeit verstanden. Je-doch stimmten selbst zu den Zeiten, da Sokrates seineKirchengeschichre schrieb, die Christen in ihren Mey-nungen hierinnen nicht mit einander überein. Nochbehaupteten sie die kostbare Freyheit, die ihnen JesusChristus erworben hatte. Daher widersetzten sie sichden Montanisten mit so großem Nachdrucke, welchenicht allein aus den gewöhnlichen Fasten ein Gesetz^' ^- machten, sondern auch ganz neue Fastenzeiten.einfüh-reten, und, weil sie die angeführten Worte des Erlö-sers auf eine neueArt erklärten, von Ostern bis Pfing-7e>"?/,//. <K fien gefastet wissen wollten. Ueberhaupt pflegten die5-Bischöfe zu gewissen Zeiten, wenn sie von dieser leib-lichen Uebung einen besondern Nutzen erwarteten, einaußerordentliches Fasten anzuordnen. Dieses geschah,« ^. besonders vor der Taufe der Catechumenen.
Außer