614 Geschichte der christlichen Religion.
gentlich gerechnet habe. Man kann dieses nicht ein-mal aus den Briefen des Jgnatius festsetzen, so frey-gebig er auch mit Lobsprüchen gegen die Bischöfe ist.Es ist vielmehr gewiß, daß man noch im ersten undim Anfange des zweyten Jahrhundertes bey aller Ho-heit, welche sich schon die Bischöfe anmaßeren, keinen we-sentlichen Unterschied zwischen Bischöfen und den Ael-testen gemacht habe. AuS dem Hermas ist gewiß,/. daß er zwischen Bischöfen und Aeltesten keinen Unter-,?. /^/. schjcd gemacht habe. Man kann eben dieses von dem^'römischen Bischöfe Clemens, und dem Bischöfe voncvc»,. «vmyrna, dem Polycarpus, sagen. Iusiinus, dcc«-/>.Märtyrer, gedenkt keiner andern Kirchenbedienten,§. ,> H> als des Vorgesetzten , der Diener und der Leser.§-^-. Irenäus giebt zwar ein Verzeichnis; der Bischöfe in^) der römischen Kirche; gleichwohl unterscheidet erste/,-<-»'! /. nicht von den Aeltesten. Die Kirche von Lion gabe.,o. / ^. eben diesem Lehrer, nachdem er schon neun Jahre Bi-c.?s. /./. schof gewesen war, doch noch den Namen eines Aelte-t.-o. s/>, Er selbst nannte, als er an den römischen Bi-
^ ?^/e .».5. ^^f^,-^ schrieb , seine Vorfahren im Bischofthu-me Aelteste. Alle diese Zeugnisse beweisen das, wasHieronymus im fünften Jahrhunderte noch behaupte-te, daß nämlich in den ersten Zeiten , zwischen denBischöfen und den Aeltesten, kein wesentlicher Unter-schied gewesen sey. Man wird im Schlüsse dieserBetrachtung, noch einige Beweise davon finden.^ t7/«> 4, ' Diese Zeugnisse erweisen unwidersprechlich, daß die7>a/t--5 ersten Bischöfe Presbyter! und weit von den Bischö-fen der spatern Zeiten unterschieden waren. Nichtsist natürlicher, als daß in den ersten Tagen des Chri-stenthums entweder demjenigen , der einer Gemeinedas Wort Gottes verkündiget hatte, oder demWeisesten, dem Aeltesten , und dem Würdigsten ein
gewis-