Dritter Abschnitt. 65.
wurde sein M.ijsr Domns. Damals entrannauch Ebroin aus seinem Gefängnisse; uiw weil anTheodorichs Hofe, Leodogarius, der Bischofvon Autun,sein Feiiw am meisten galt, so verband er sich mitWulsoalden, in der Absicht, Neustrien zu erobern.Deswegen brachte er das Gerücht aus, daß Theo-dorich so gleich wieder verstorben wäre, nach dem erden Thron aufs neue bestiegen hätte, gab einen jun-gen Knaben für einen Sohn Clotars, des drittenaus, ließ ihn unter Clodorichs Namen zum Könige vonNeustrien ausrufen, fiel mit seinem starken Anhangein Neustrien ein und zwang Theodorichen, nachdem erüberall Schrecken und Verwüstung ausgebreitet hatte,zu einem Frieden, durch den er erhielt, was seinehcrrschsüchtigen Begierden forderten. Er wurde wie-der Oberhofmeister von Neustrien ; Theodorich hatteden Namen, und er die Gewalt des Königes. Ergebrauchte sie, als ein Sylla; keiner von seinen Fein-den entgieng semer Rache, Leodogarius, der Bischof,den er schon seiner Augen hatte berauben lassen, wur-de nach zweyjährigen Martern hingerichtet. Dasbeweist, wie groß schon die Macht der Oberhofmeistergewesen sey.
Indeß war in Australien Dagobert entweder vonEbroins Anhange, oder von des ehemaligen Obcrhof-meisterS GrimoaldS Partey umgebracht worden.Theodorichen gehörte zwar die Nachfolge: allein, sei-nes Oberhofmeisters Grausamkeit hatte die Ausirasierso schwierig gemacht, daß sie ihn nicht erkennen woll-ten, sondern die Oberherrschaft Angesilen, einemSchwiegersöhne desPipinuö von Landin, dem Mäch-tigsten unter den Großen dieses Reichs, auftrugen.Angesilus genoß dieses Glückes nicht lange. Er hatte
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