Dritter Abschnitt. 65z
ner Siege war die Würde eines Major Domus oder I, I. ,».die königliche Gewalt, welche ihm der überwundene Chr. Geb.König abtreten mußte, der sich noch glücklich zu schä- 68«. bk?.tzen hatte, daß er den Namen derselben behielt.
Nunmehr war er ein freyer Herzog über Austra-sten, und unter dem Namen eines Major Domusein unumschränkter Herr über Neustrien . Die Her- /Z,,^/.siellung guter Ordnungen unter den Franken, die^e,e,,/^/Verbesserung vieler Misbrauche, eine kluge Occono- "».6s,.os-.wie der Finanzen, die Einführung einer strengernZucht unter dem Kriegesheere, eine weise Mäßigung //^"in seiner Macht, die Liebe gegen die Clerisen, undvornehmlich seine Sorgfalt, den Adel durch ununter-brochene Kriege wider die Allemannier, Friesen,Sachsen, Schwaben, Bayern und andere VölkersretS in einer solchen Beschaffcigung zu erhallen, wel-che sie seine Größe nicht merken ließ, und ihn alsden Erfahrensten und Tapfersten unter ihnen unent-behrlich machte, das waren die Mittel, die er ge-brauchte , sich bey seiner Hoheit zu erhalten. Er hieltVerdienste sür die zuverläßigsten Staatslisten. DieGroßen und das Volk bewunderten,sie desto mehr anihm, weil sie in seiner Familie erblich zu seyn schie-nen. Der nächste Weg zum Throne geht durch dieHerzen der Unterthanen. Er gieng diesen Weg, daihm seine Würde die Macht ertheilete, sich alle Stän-de durch Wohlthaten zu verbinden. Seine Vorfah-ren hatten schon, den Königen zum unersetzlichenSchaden, die Lehngüter erblich werden lassen. Pipinvon Heristall, (so wurde er von einein Pallaste diesesNamens genannt, und von seinem Großvater undEnkel unterschieden) kannte seinen Vortheil zu gut, alsdaß er diesen Misbrauch hätte aufheben und die Gros-sen,