Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
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654 Betracht, über die Wellgeschichte.

sen, die Bescher der ansehnlichsten Lehngüter,^ widersich aufwiegeln sollen. Seine Vortheile und ihr Nu-tzen waren unzertrennlich mit einander verbunden.Sie mußten seine Größe dulden, um nichts von derihrigen zu verlieren. Die Clerisey verband er sichzum Theil dadurch, daß er sie bey den Einkünften,die sie noch besaßen, beschützte; denn ihre Reich-thümer waren von den vorigen Major Domus zurBelohnung des Adels angewandt worden; zum Theilerwarb er sich ihre, unter dem großen Haufen so vielgeltende Lobeserhebungen durch den Vorschub, den erden Heidenbekehrern der Cleriscy leistete, denen, die< Wahrheit zu sagen, in den damaligen finstern Zeitenmehr an der Aufrichtung neuer Bisthümcr und Ab-teyen, als an der Seligkeit der Heiden lag. Pipi-nuS herrschte unter Theodorichen , Clodovich demdritten, Childebert, dem dritten, und Dagobert dem^.6. oss. dritten, mit einer unumschränkten Gewalt. Unterc/^-o^' Ehildebert dem dritten, machte er seinen ältesten<7o»^. Sohn, Drogo , zum Herzoge von Burgund, undc./oo.' den jüngern, Grimoald , zum Major Domus. Je-ner starb, und dieser wurde ermordet. Grimoaldhinterließt einen natürlichen Sohn, Theudoald. Pipi-nus crklarete ihn zum Major Domus von Neustrien und Burgund , ob er gleich nur sechs Jahr alt war,und machte also die Würde des Reiches, mit welcheralle Gewalt des Königes verknüpft war, in seinerFamilie eigenmächtiger Weise erblich. Er übergiengseinen eigenen natürlichen Sohn, Carl, der in derFolge noch mächtiger, als der Vater wurde. Hieraufwar es Zeit, daß er starb. Die Großen des Reichesfingen an, eifersüchtig über seine Größe zu werde-,:allein sein Tod erinnerte sie an seine Verdienste und

Wohl-