Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
Seite
658
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658 Betracht, über die Weltgeschichte.

D//>/ow. Urkunden zu erhellen, daß diese Unzufriedenheit eine«^./Ä/ö. g^ße Verschwörung wider ihn angesponnen habe, inNectte,/-/» nasche besonders ein angesehener Abt verwickelt war.Ungefähr hundert Jahre nach seinem Tode sah ihnauch der heilige Eucherius in der Hölle auf Befehlder Heiligen dafür quälen, daß er der Kirche ihre-Ls?o?5. ter genommen hatte, und Baronius schreibt seinens»».ecc/. Tod einem göttlichen Gerichte über ihn zu, aus dero</Ursache, weil er den römischen Bischof nicht nachdrück-740.«- - ^ch ^ se^^ Ungehorsame wider die Lombarden undGriechen unterstützt hatte.

Carln konnte es wenig schaden, was ein heiligerEucherius von ihm träumen wollte; aber daran warihm gelegen, daß der Clerisey zu seiner Zeit nichtsUebels von ihm träumen möchte. Denn ihre Lobsprü-che hatten unter dem großen Haufen beynahe so vielzu sagen, als die Lehngüter der Kirche, die er unterdie Großen austheilete, bey dein Adel zu sagen hat-ten. Er machte, damit ihm diese Lobsprüche nichtentgehen möchten, nicht allein seine Feldherren zu Bi-schöfen, sondern stund auch allen denen Mönchen bey,welche unter den ungläubigen Nationen Bischöfe wur-den, und in dieser Absicht sie bekehren wollten. Unterdiesen Mönchen war Bonifaciuö, der sich den Nameneines Apostels der Deutschen erwarb, der berühmteste.Carl unterstützte und erleichterte ihn: seine Bemühun-Lo«k/sc. gen. Weil nun Bonifaciuö ganz von dem römischenBischöfe abhing, sosehr, daß er auch behauptete,ein Pabst, wenn er die Völker dem ersten Sclavender Hölle schaarenweise zuführete, so daß sie ewigverdammt würden, könnte deswegen von keinem le-bendigen Menschen gerichtet werden, wofern er nurden Weg des Glaubens nicht verließe: so konnte Carl

Martell