Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
Seite
664
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66.4 Betracht, über die Weltgeschichte.

drängniß wendete er sich an den neuen König derFranken, und nach erhaltener Erlaubniß gieng er selbstnach Frankreich . Hier salbete er den König und seineGemahlinn noch einmal, und kündigte den Franken den Bann a», wenn sie jemals ihre Könige au6 einemandern, als aus Pipins Geschlechte, wählen würde».Ein römischer Bischof, der einen Bonifacius unterden Deutschen hatte, war zu fürchten, und da einKrieg wider die Lombarden die Franken befchafftigre:so verwilligte der König dem römischen Bischöfe zuDmierci seine Hülfe, nach dem seine Gesandten Asiol-xhcn nicht hatten bewegen können, Rom unbeunruhigtAu lassen. Stephanus machte ihn eigenmächtig zumPatricius von Rom und der König schenkte ihm ebenso eigenmächtig einige Länder, welche die Lombardeneingenommen hatten. Das war das erste Recht derFranken über Italien .

Pipin war glücklich, und zwang Astolphen zugroßen Verheißungen gegen den römischen Bischof.So bald er nach Frankreich zurück war, brach derLombarde den Frieden. Die Gefahr war groß, inc^,'--. welche Stephanus gerieth; denn er beschwor den-6s, o/.-^./. nig in einem Briefe bey Gott, seinem Herrn,bey feiner glorreichen Nlurrer, bey allen himm-lischen Machten, und bey dem heiligen Pe-trus, es dahin zu bringen, daß der heiligen Kirchealtes das erhalten werden möchte, was er dem heili-gen Petrus geschenkt hatte. Die Religion der damali-gen Zen-n ist werth, daß man sie kennen lernet, da-mit man d?n Einfluß begreifen möge, den sie in dieVeränderungen der Staaten hatte. Man darf, die-se Absicht zu erreichen, nur einige Auszüge aus denBriefen dieses.röm'^M Bischofes lesen, und sehen,

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