Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
Seite
665
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Dritter Abschnitt. 665

wie künstlich und staatsmäßig er die heilige Schrift zuerklären wußte.

Stephanus wollte also die Städte, welche Pi-pin, ohne ein Recht darüber zu haben, weil sie eigent-lich den griechischen Kaiser«, gehöretcn, der heiligen Kir-che, oder vielmehr dem römischen Bischöfe und seinerCleriscy geschenkt hatte, nicht in den Händen christ-licher Lombarden sehen. Deswegen redete er in ebendein Briefe den König der Franken und seinen Sohnan: Wir haben die Sache der Kirche euren Händenanvertrauet. Ihr werdet Gott und dem heiligen Pe-rms am Tage des Gerichts Rechenschaft von ihrerVertheidigung geben müssen. Euch ist dieses guteWerk vorbehalten worden; darum ist keiner von euernVorfahren damit begnadiget worden. (Denn nochkeiner von den Vorfahren des Stephanus hatte sichder Herrschaft der griechischen Kaiser so öffentlich zuentziehen gesucht.) Euch, fuhr er fort, hat dieVorsehung von Ewigkeit her dazu verordnet. Dennwelche er verordnet hat, die hat er auch beru-fen, und welche er berufen hat, die hat erauch gerechtfertigte. So zog, saget der Abt Fleu- ^»» iri, Stephanus die Worte des Apostels Paulus auf ^>irdische Angelegenheiten. 5,/^./.,^.

Doch das war noch nicht genug. In einem an- c-^.c7-»o/,dem Briefe sagte er: Der König aller Könige hateuch darum so viele Völker anvertrauet, daß ihr seinerheiligen Kirche aufhelfen sollet. Er könnte sie zwar aufrine andere Art vertheidigen, wenn er wollte, allein erwill euer Herz prüfen. --- Wisset, daß der Oberste un-ter den Aposteln sein Wort hält; wo ihr das eurige nichthalten werdet: so wird er sich am Tage des Gerichtsdarüber beklagen. Hier werden die sinnreichsten Aus-flüchte nichts helfen.

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