Teil eines Werkes 
Theil 2 (1752) Jacob Benignus Bossuet, Bischofs von Meaux, Einleitung in die Geschichte der Welt, und der Religion / fortgesetzet von Johann Andreas Cramern, Hochfürstl. Oberhofpredigern in Quedlinburg
Entstehung
Seite
666
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666 Betracht, über die Weltgeschichte.

Die Briefe waren nachdrücklich. Allein Pipinhatte seine Ursachen, warum er dem römischen Bi-schöfe und seiner heiligen Kirche noch nicht benspringenkonnte. Unterdcß belagerte Astolph Rom. Stepha-nus nahm in seinen bedrängten Umstanden zu einemganz außerordentlichen und ungewöhnlichen Mittelseine Zuflucht, den Pipin zu einer schleunigen Hülfezu bewegen. Er ließ nämlich den Apostel Petrus andenselben schreiben,e-^.c^o/. Petrus also, von Jesu Christo, dem Sohne des-?>. 4s- A lebendigen Gottes zum Apostclamte berufen; denn sos^ö s'^"3 ^ Schreiben an, beschwor mit der hei-ligen Jungfrau, den Engeln, den Mäi tyrern , undallen Heiligen die Franken , daß sie der Quelle ihrerWiedergeburt und ihrer geistlichen Mutter zur Hülfewider die Lombarden herbey eilen möchten. Ich be-schwöre euch, sagte er, bey dem lebendigen Gott,nicht zuzulassen, daß meine Stadt Rom und meinVolk langer von den Lombarden gequälet werde, da-mit nicht eure Seelen und eure Leiber im ewigen Feuergeguälet werden mögen. Lasset die Schafe, dieGott meiner Sorge anvertrauet hat, nicht zerstreuetwerden, damit euch Gott nicht verwerfe und euch wiedas Volk Israel zerstreue. - - Wofern ihr keinenAnstand nehmet, mir zu gehorchen: so werdet ihr indiesem Leben eine große Belohnung empfangen; ihrwerdet die Güter der Erde essen , und ohne Zweifeldas ewige Leben erhalten. Wo ihr solches nicht thut:so wisset, daß ihr, kraft der Gewalt des dreyeinigenGottes und der Gnade meines Apostelamtes des Rei-ches Gottes und des ewigen Lebens beraubet seyn sollet.- - Stcphanuö eignete ohne Zweifel dem Apostel Pe-trus sehr irdische Sorgen für seinen Leib zu , da doch