Adverbium, z. Concretion. §.484. 85
nick ist, fähret fort, die Umstandswörter aufdiesemWege zu concresciercn; wenigstens hat sie viele,welche im Hochdeutschen unbekannt und verwerflichsind; z.B. sonstig, dercinstig, dascibsiig, et-waig, vsrhinnig, jeweilig, einstweilig, der^geftalcig u. f. f. Mittägig, nachmittägig, vor-mittägig, mitternächtig, scheinen nach eben die-sen Mustern gebildet zu seyn, weil sie wohl als Ad-jectiva, aber nicht als Adverbia üblich sind, nachwelcher Analogie aber morgig unerlaubt ist.
Da alle diefe Wörter bloß um der Concretionwillen zu Beschaffenheitswörtern erhöhet worden, fokönnen sie auch außer der Concretion nicht als solchegebraucht werden. Einige sind indessen doch auchhier ausgenommen, z. B. völlig, einig, übrig,widrig, niedrig, welche auch als Beschaffenheitö-wörter gebraucht werden, ohne Zweiffel, weil esnicht allemahl deutlich genug empfunden ward, wasein Umstand oder eine Beschaffenheit ist.
Bey der Bildung der Umstandswörter ist be-reits bemerket worden, daß wir eine eigene Ablei-tungssylbe lich für dieselbe habe», welche eine Artund Weiss bedeutet, und mit der Ableitungssylbeiich der BeschaffeuheitSwörter nicht verwechselt wer-den muß, ob sie gleich beyde eines Ursprunges sind»Diese läßt sich concresciercn, die liebliche 5Vittnrung; jene aber nicht, freylich, vornehmlich,gemüthlich u. s. f.
2. Die Defthasfenheitswörrer leiden eigent-lich insgesammt die Concretion, weil jede abstractgedachte Beschaffenheit ursprünglich von dem Din-ge, woran sie befindlich ist, abgezogen worden, folg-lich auch wieder concret, d.i. an demselben befind-lich muß können gedacht werden. Es muß daher
F z eigentlich